Backen,  Gesundheit,  Glutenfrei,  Hauptgerichte

Kartoffeln-ungesunde Dickmacher oder gesunde Energieliferanten?

Kartoffeln-

die Lieblingsknolle der Deutschen, ob als Pellkartoffeln, Kartoffelgratin, Kartoffelklöse, Pommes, Ofenkartoffeln, Kartoffelbrot, Bratkartoffeln, Kartoffelsalat, Kartoffelsuppe oder als Zutat in Raclette oder Aufläufen, die Kartoffel ist wohl eine der vielfältigsten Nahrungsmitteln, preisgünstig, sättigend und natürlich vegan. Das macht sie eigentlich zu einem super Lebensmittel einer veganen Ernährung. Trotzdem hat die Kartoffel, vor allem unter den Low-Carb-Anhängern, einen schlechten Ruf erlangt. Sie gilt als Dickmacher, da sie einen sehr hohen Kohlenhydratanteil besitzt. Aber Kohlenhydrate sind nicht zwangsläufig schlecht, vor allem, wenn man eine HCLF-Ernährungsweise verfolgt.

Kartoffeln haben also durchaus viele gesundheitliche Vorteile, ob sie jedoch in die eigene Ernährungsform passen, muss jeder/jede selbst entscheiden.

Verfolgt man eine Low-Carb-Ernährung, wird man sie wahrscheinlich ehr meiden, ist HCLF aber die Ernährungsweise, für die man sich entschieden hat, können Kartoffeln, richtig zubereitet und im richtigen Maße genossen, durchaus wichtige Nährstoffe für einer pflanzlichen Ernährung liefern.

Vorteile von Kartoffeln:

-Sie sind kalorienarm, mit nur 77 kcal/100g sind sie ein beliebtes Weightlossfood

-Sie enthalten kein Fett – auch ein Grund, warum sie perfekt in eine HCLF-Ernährung passen.

-Sie enthalten 2% Protein, die Aminosäuren liegen in einer für den menschlichen Körper perfekten Zusammensetzung vor. Tierische Produkte haben oftmals kein vollständiges Aminosäurenprofil, aus diesem Grund kann der menschliche Organismus tierisches Protein nicht so gut verwerten, wie Pflanzliches, außerdem wirkt Protein tierischer Herkunft sauer im Körper, pflanzliches jedoch basisch!

-Sie haben einen hohen Gehalt an Kalium, höher als der in Bananen. Da Kalium unter anderem wichtig für alle Zellen im Körper – und unabdingbar für die Muskulatur und das Nervensystem ist, sind Kartoffeln ein prima Fitnessfood und können helfen, nach dem Training schneller zu regenerieren.

-Sie enthalten viel Vitamin B6 und Vitamin C, was für den Energiestoffwechsel und das Immunsystem von großer Bedeutung ist.

-Sie sind eine gute Eisenquelle, deshalb sind sie vor allem auch für Frauen während der Periode ein hilfreiches Nahrungsmittel. Aber natürlich auch für jede/n Andere/n, insbesondere Sportler/innen ein empfehlenswertes Nahrungsmittel.

Nachteile von Kartoffeln:

-Sie gehören zu den Nachtschattengewächsen, welche oftmals in Verbindung mit verschiedenen Krankheiten wie Multiple Sklerose gebracht werden (Theorie von Dr. Cordain).

-Sie enthalten Saponine, diese dienen den Knollen als eine Art Pestizid, welches Schädlinge von der Pflanze fernhalten soll. Denn Saponine sind in hohen Dosen (auch für den Menschen) hoch toxisch. Auch durch Kochen lassen sich diese Saponine nicht zerstören, jedoch sitzen die meisten Saponine unter der Schale, werden Kartoffeln also vor Verzehr geschält, ist ein Großteil der Gifte entfernt.

-Sie enthalten Lektine (Eiweiße), welche das Potential besitzen, die Darmwände zu beschädigen. Lektine sind allerdings durch Erhitzen zerstörbar, sie denaturieren nämlich ab 75°C. Kochen bei 121°C kann alle Lektine zerstören, durch Fermentation können 95% aller Lektine zerstört werden.

Die richtige Zubereitung:

-Kartoffeln am besten immer schälen, damit die Saponine zum großen Teil entfernt werden.

-Ohne Salz und Fett zubereiten (siehe Beitrag Öl!)

-Vor Verzehr mindestens 15 Min. abkühlen lassen, denn die Stärke in den Kartoffeln verändert sich beim Abkühlen so, dass sie vom Körper besser verdaut werden- und nicht mehr in Fett umgewandelt werden kann.

Fazit:

-Wer auf eine kohlenhydratarme Ernährung setzt, sollte Kartoffeln ehr meiden, auch bei Darmproblemen sollte die Knolle aufgrund der Lektine nur in Masen genossen werden. Eine gute Alternative ist jedoch die Süßkartoffel, sie gehört nicht zu den Nachtschattengewächsen und enthält auch keine Lektine.

-Richtig zubereitet, kann die Kartoffel aber durchaus wichtige nährstoffe liefern, vor allem für sportlich aktive Menschen, die sich pflanzlich ernähren.

Rezepttipp zum Schluss:

Kartoffeln-ungesunde Dickmacher oder gesunde Energieliferanten?
 
Prep time
Cook time
Total time
 
Lena:
Recipe type: Hauptgerichte/Dessert&Süßes
Ingredients
  • 2 mittelgroße Kartoffeln oder Süßkartoffeln
  • 100 g Kokosjoghurt
  • 1-2 TL Zimt
  • 1 Prise Vanille
  • 2 TL Kokosblütenzucker
  • 1 Hand voll Himbeeren
Instructions
  1. Die Kartoffeln schälen und in 1 cm dicke Scheiben schneiden, auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech geben und mit Zimt und Vanille sowie dem Kokosblütenzucker bestreuen. Dann bei 180°C 15-20 Min. backen.
  2. Aus dem Ofen nehmen und mindestens 15 Min. abkühlen lassen.
  3. Kartoffeln in einer Schale anrichten, mit dem Kokosjoghurt toppen und die Himbeeren darauf verteilen. Bei Bedarf und erwünschter Süße, noch mehr Kokosblütenzucker darüber streuen und genießen.

 

 

 

 

 

Quellen: urgeschmack.de, krank.de

 

Hi, ich bin Lena! Meine Kindheit verbrachte ich in Baden-Württemberg, in einem kleinen Ort, nahe Heidelberg. Für mein Ballettstudium zog ich 2010 nach dem Abitur nach Nürnberg. Hier wohne, tanze, trainiere, koche.....lebe ich bis heute. Ich teile hier auf meinem Blog meine Leidenschaften mit Euch und hoffe, Ihr findet Gefallen daran. Bei Fragen freue ich mich, wenn Ihr mich kontaktiert. Liebe Grüße, Lena

Eine Antwort schreiben

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Rate this recipe:  
de_DEGerman